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Quelle:
www.greyhoundprotection.de

Umdenkprozeß in Spanien
Wer regelmäßig einen
Blick auf unsere Homepage oder die der
Streunerhilfe Katalonien (www.streunerhilfe-katalonien.de)
wirft, kann sich sicher noch an die
Galgos „Sharima“ und „Lea“
erinnern.

Februar 2011: Lea ist eine
bildschöne und liebe Galga.
Beide Galgos wurden von Marc, dem
Tierheimleiter der Streunerhilfe, aus
der Tötungsstation in Cuenca (Südwestspanien), neben weiteren Galgos
freigekauft und in Spanien vermittelt.
Aufgrund der hügeligen und
waldreichen Landschaft setzen die Jäger
in Katalonien keine Galgos zur Jagd ein.
Galgos sind Sichtjäger, die auf kargen,
weitläufigen Ebenen Wild hetzen. Daher
landen in katalonischen bzw.
nordspanischen Tierheimen auch nur
selten Galgos.
Neuerdings nehmen diese Tierheime
inzwischen auch einige wenige Galgos aus
anderen Regionen Spaniens auf, wo sie
sonst zu Tausenden in Heimen und
Tötungsstationen sitzen. Dies ist dank
des Internets möglich, über das die
Tierschützer untereinander kommunizieren
und sich so gegenseitig helfen.
Sharima: auch dreibeinige Galgos können
Futter klauen und ein ganz normales
Hundeleben führen!
Durch die Arbeit der nordspanischen
Tierschützer wurde diese Rasse auch in
diesen Regionen bekannt gemacht. Noch
vor einigen Jahren waren Galgos dort
völlig unbekannt. Auch wussten die
wenigsten Katalanen von den
Misshandlungen, denen die Galgos in
Spanien ausgesetzt waren und leider
immer noch sind.
Wenn wir vor ca. 8 Jahren mit unseren
Galgos in Spanien an der Leine spazieren
gingen, wurden mit bösen Blicken
gestraft und mit üblen Kommentaren
bedacht. Heute dagegen sieht man immer
mehr Einheimische, die mit ihren Galgos
in Manresa oder Barcelona spazieren
gehen. Auch wenn dieser Prozess nur
langsam fortschreitet, so scheint sich
die Einstellung der Spanier zu dieser
wunderbaren Rasse doch positiv zu
verändern. Der Galgo bekommt ein anderes
Image, er wandelt sich vom reinen
Nutztier zum Familienhund.
Es spricht sich also herum, welch
sanftes und liebevolles Wesen diese
Hunde haben und das man sie zweifellos
auch im Haus halten kann.
Besonders glücklich sind wir darüber,
dass selbst die behinderte „Sharima“ mit
ihren 3 Pfötchen in Spanien ein schönes
Zuhause gefunden hat, um nochmal auf die
eingangs erwähnten beiden Hunde zu
kommen.
Diese positive Entwicklung ist sicher
noch kein Anlass zur Euphorie, sie lässt
uns allerdings hoffen, dass zukünftig
noch viele Galgos in Spanien selbst ein
liebevolles Zuhause als Familienhund
finden können.
Ohne das selbstlose Engagement von
Marc und all den anderen Tierschützern,
die trotz aller bürokratischer Hürden
und finanzieller Engpässe nicht aufgeben
und immer wieder Galgos aus
Tötungsstationen freikaufen, hätte sich
im Bewusstsein der Spanier sicher nichts
verändert.
Unser Dank gilt Marc und allen
anderen, die sich nicht entmutigen
lassen.
Nina Jordan
( 1. Vorsitzende – Greyhound Protection
Int. e.V.) |