VICENTETA

VICENTETA (Mona) in Pflegestelle in NRW:

 

Hallo ihr da draußen,

es regnet und so nutze ich die Zeit um wieder mal etwas von mir hören zu lassen. Eigentlich würde ich ja gerne einfach hier bleiben, aber Frauchen sagt das ich eine Chance auf meine „eigene Familie“ bekommen soll.

In der Zwischenzeit habe ich schon viel erlebt und mich sogar mit den unnützen Stubentigern arrangiert. Da meine Hypnoseversuche nichts brachten, haben wir Waffenstillstand geschlossen. Meist bin ich auch zu müde um mich länger mit ihnen  zu beschäftigen. Ja, ist wahr. Es gibt da so ein Ding das Frauchen aus dem Schuppen holt – alle sind dann total aufgeregt – sich draufsetzt und los geht es. Sie nennen es Fahrrad. Wir sind total begeistert davon, weil wir dann richtig rennen können und anschließend soooo gut schlafen und ausgeglichen sind (wie das Foto zeigt). Denke das wird mein Hobby werden. Jetzt kommt es mir zu gute, dass ich fleißig laufen musste und durch das artgerechte Futter meine Rennfigur bekommen habe. Bin fast schon windschnittig und meine Mukis erst, ich kann euch sagen. Hoffentlich wird es nun auch bald wärmer damit wir endlich schwimmen gehen können. Im Augenblick bekommen wir zwar viel Besuch und Einquartierungen, aber Fremde sind mir noch nicht geheuer und anfassen – no way, aber gestern hat Frauchen mit einer Freundin in der Küche palavert (hab natürlich alles genauestens beobachtet, da Bella auch dabei war), da schlich ich ganz vorsichtig hin und setzte mich zu meinem Frauchen und ich überlebte die Streicheleinheiten der „Fremden“ tatsächlich. Ich kann euch sagen, das war eine ganz schöne Überwindung. Zur Belohnung gab es selbstgebackene Leckerchen. Die kommen Sonntag schon wieder. Haben die kein zu Hause? Na, jedenfalls ist die Welt im Großen und Ganzen in Ordnung und bis jetzt sind alle wieder (ohne mich) gegangen. Das Einzige das ich merkwürdig finde ist das laute Ding mit dem sie durch den Garten fährt, sieht sehr komisch aus, riecht aber echt gut anschließend. Keine Ahnung wozu es gut ist, aber sie sagt Rasenmähen sei gut fürs Gras, also leg ich mich ins Körbchen und warte ab.

Wenn ich mit meinem Frauchen auf dem Sofa kuschle, dann drückt sie mich ganz fest und freut sich über meine Entwicklung, sowohl rein äußerlich als auch psychisch. Bin eben ihre Zuckerschnute ……

PS: Inzwischen bin ich so sicher, dass ich mich auch alleine bei einem aktiven Menschen wohl fühlen würde. Es sollte nur nicht ständig Fremde aus und eingehen und kein hektischer Haushalt sein. Wenn meine artgerechte Fütterung beibehalten wird, dann werde ich euch noch viel Freude und Aktivität schenken.

So, ich muss schließen, Frauchen räumt zusammen, vielleicht gehen wir ja Fahrradfahren ……………

Macht es gut,

eure glückliche Mona

 

 

Leider habe ich keine Digi-SLR, so das es noch etwas dauern wird, aber heute morgen hat Mario Fotos gemacht.
Inzwischen sende ich dir ein paar andere Fotos, vielleicht kann Ina sich ja was aussuchen. Bessere folgen mit einem neuen Bericht über die Maus. Ansonsten geht es ihr sehr gut, sie beginnt schon uns zu beschützen und hat sich sehr integriert. Ich bin begeistert. Diesen Hund muß man wirklich zu schätzen wissen. Sie hat abgenommen und Mukis aufgebaut, laufen und Fahrrad ist ihr Hobby. Spielen macht ihr noch Angst, aber über die Wiese flitzen ist einfach nur klasse...

 

 

Hallo ihr da draußen!

 

Jetzt bin ich schon fast zwei Monate auf der Pflegestelle und mein Pflegefrauchen hat gesagt es wird Zeit mal ein paar Zeilen zu schreiben. So habe ich mich ins Körbchen gesetzt um diese Zeilen zu Papier zu bringen. Alle Kollegen haben sich zu einem Nickerchen zurückgezogen, die unnützen Stubentiger sind draußen, so sind keine Störungen zu erwarten.

Was soll ich euch sagen, es gibt Hunde die so ein Leben (mit regelmäßig Futter und Wasser, einem eigenen Körbchen, Kuscheleinheiten, Spaziergänge, Autofahrten uvm.) ihr ganzes Leben haben. Das haben mir die Jungs und Mädels hier erzählt, denn da wo ich herkomme wäre regelmäßig Futter und Wasser schon ein Lottogewinn. Bei all diesen schönen Dingen war es eine Frage der Ehre dass ich sofort stubenrein und anhänglich war. Nach vier Tagen durfte ich schon mit den anderen über die Wiesen flitzen, war das ein schönes Gefühl, keinen Ruck im Nacken zu bekommen weil die Kette zu Ende war. Natürlich war ich vorsichtig und habe mein Frauchen nicht aus den Augen gelassen, aber die anderen haben mich auch mit ihrer Rennerei angesteckt, so war ich ganz schön müde nach dem „ersten Freigang“. Überhaupt bemerkt man mich im Haus gar nicht, Frauchen sagt immer: man muß aufpassen das man mich nicht vergisst. Im Haus leben neben meinen Kollegen auch noch zwei andere Fellis, so kleine, fauchende. Die anderen sagen das wären Katzen und Frauchens Lieblinge. Wozu sie gut sind weiß ich noch nicht, aber wir arrangieren uns und inzwischen kommen wir ganz gut klar. Am Sonntag waren wir das erste Mal im Wald, ich kann euch sagen, nach vier Stunden war ich froh wieder zu Hause zu sein. Aber es hat Spaß gemacht und so viele Gerüche gibt es da, unglaublich. Natürlich habe ich mich von meiner besten Seite gezeigt, hatte aber trotzdem etwas Muskelkater am Montag. Das Einzige was mir noch ein wenig schwer fällt sind die Begegnungen mit Männern. Doch es wird immer besser und ich bin guter Dinge.

So, nun fallen mir auch langsam die Augen zu. Für`s Erste soll es das gewesen sein. Wer also viel wandert, nicht ständig Besuch bekommt, vernünftige Kinder (ab 10 J.), mich nicht länger als vier oder fünf Stunden alleine lässt (am besten mit einem Kollegen), einen Begleiter und kein Sportgerät sucht der darf sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

 

 

 

 

Die schwarze Hündin stammt aus der alptraumhaften "Hundehaltung" eines Tierquälers aus Rosaleda. Sie war ihr ganzes Leben an einer kurzen Kette ohne Schutzplatz und oftmals ohne Wasser und Futter angekettet. Wenn es ihrem brutalen Herrn passte, trat oder misshandelte er sie. Er hatte zB. einem Hund die Pfote an sein Halsband angebunden, damit er sich nicht bewegen konnte. Die Lebensumstände dieser Hunde sind so grausam gewesen, dass man es sich besser nicht ausmalen sollte.

Über zwei Jahre kämpften Marc und alle vor Ort lebenden Tierfreunde unserer Organisation gegen den Tierquäler, dann endlich konnte Marc am13. August 2007 sieben dieser armen Hunde von dort wegholen. Der verrückte alte Mann drohte Marc an zu ermorden, doch im Angesicht der Polizei traute er sich dann doch nicht. Da er wohl selbst Frau und Kinder schlägt, wagen wir nicht zu denken, wie oft er diese armen Hunde schlug - oder auch erschlug.

Vicenteta ist gerettet, verschüchtert aber noch die aufgeschlossenste der armen Hunde. Sicher wird sie ihre Angst vor Menschen völlig verlieren.

Wir würden sie auf ca. 5 Jahre schätzen. Wir hoffen nun so sehr auf ein liebevolles Zuhause für sie, wo sie erfahren darf, dass Menschen auch liebevoll sein können. Man muss der armen Hündin aber Zeit gönnen. Sie wird es durch tiefste Liebe danken.

 

Kontakt in Deutschland:

Ute Arns

Telefon: (0049) 0 62 32 - 85 01 00

email: ute.arns@web.de

 

Das ist Vicenceta an ihrem traurigem Ort

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